
Gestern ist im Tagi ein interessanter Artikel über den Lachs erschienen. Unter anderem steht darin:
Am 29. Dezember 1894 zitierte die «Schweizerische Fischereizeitung» aus dem «Tages-Anzeiger»: «Auf nach Ellikon an den Rhein zum Lachsfang.[...] Gegenwärtig sieht man beim Landungsplatz an die zwanzig Lachse, meist grosse Exemplare von 70 bis 100 cm Länge und entsprechendem Umfange. Der Lachsfang ist für die am Rheine gelegenen Orte ein Erwerbszweig.»
Mitte der Fünfzigerjahre war leider Schluss mit dem Lachsfang in der Schweiz. Denn: mittlerweile versperren mehr als 10 Flusskraftwerke dem Lachs den Weg von Strassbourg bis zum Rheinfall (einziges, natürliches Hindernis). So verriegelte z.B. 1903 das Kraftwerk Beznau die Aare.
Mittlerweile soll 2008 ein einziger Lachs den Weg zurück bis nach Basel geschafft haben. Böse Zungen behaupten zwar, es sei wohl eine ausgewachsene Forelle gewesen. So oder so. Ein Lachs ist kein Lachs, und vermutlich war es Zufall.
Umso interessanter ist die Vision des WWF “Lachs Comeback”, welche wir bereits vorgestellt haben. Es wäre schön, wenn die Vision im 2020 Realität werden würde. Und ich mit meinen Kindern im Rhein bei Ellikon, oder sogar in der Thur (gemäss WWF soll sich die Thur ebenfalls für den Lachs eignen), dereinst wieder Lachse beobachten – vielleicht sogar einmal befischen dürfte.
Noch aber wird viel Wasser den Rhein runterlaufen, und noch wird viel Arbeit zu tun sein. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.