Archive for Dezember, 2009

Ungleichbehandlung zwischen Hobby- und Berufsfischern bei den Tötungsvorschriften

Montag, Dezember 28th, 2009

Die nachfolgende Mitteilung des FKZ zeigt die neue Ungleichbehandlung zwischen Hobby- und Berufsfischer auf. Darüber wird es in den Gremien sicher noch viel zu reden geben. Aber besser, wir Hobby-Fischer (Angelfischer) schauen auf uns selber, machen unsere Sache gut und setzen die Energie besser für positive Dinge ein.

Liebe Fischer und Freunde des FKZ,
Einmal mehr hat sich der Amtsschimmel als unser bestes Pferd im Stall erwiesen. Er macht den meisten Mist! Landauf landab, wurde die neue Tierschutzverordnung, welche die Würde der Tiere besser schützen soll, verkündet. Für Vorschläge und Kritiken waren die Türen der Amtsställe verschlossen. Aber pünktlich zum 1. September 2008 hat die Verordnung ihre Gültigkeit erlangt. 10 Monate später, am 3. Juli 2009 ist das BVET vor dem Gejammer der Berufsfischer in die Knie gegangen und hat die Berufsfischer von der Pflicht zum sofortigen Entbluten der Fische mittels Kiemenschnitt befreit und uns aufrechten Sportfischer das Kiemenschnittmesser bis zum Heft in den Rücken gerammt.

Wo wird da die vielzitierte Würde der Kreatur geschützt? In Anbetracht dessen, dass die Berufsfischerei pro Jahr 1‘600 Tonnen Fische fängt, die Sportfischer dagegen lediglich 250 Tonnen, oder mit anderen Worten, nur jeder 7 Fisch wird von einem Sportangler gefangen, ist diese neue Regelung absolut fragwürdig und nicht nachvollziehbar. Haben 6 von 7 Fischen keine Würde? Dass dabei auch die Würde von uns Sportfischern mit Füssen getreten wird, wird stillschweigend in Kauf genommen. 30‘000 SFV Mitgliedern stehen etwas mehr als 300 Berufsfischer gegenüber. Also ist von Gesetz wegen nur etwa jeder 100ste Fischer würdig, Fische professionell zu töten. Alle anderen sind einmal mehr die Gelackmeierten und Würdelosen.

A 1. Mit Berufsfischergeräten gefangene Fische, die tot angelandet oder beim Bergen der Fische mittels Genickbruch oder Schlag auf den Kopf sofort und mit anhaltender Wirkung betäubt wurden, erfüllen die Vorschriften der Betäubung (Art. 178 TSchV). Mit dem Töten (Entbluten resp. Ausnehmen nach Art. 187 TSchV) kann bis zur Rückkehr in den Betrieb zugewartet werden, wenn vor der Rückkehr der Betäubungszustand der Fische überprüft wird und Fische mit ungenügender Betäubung nachbetäubt werden.

A4. Abgrenzung gegenüber Angelfischerei: Für die Angelfischerei gelten die unter Punkt 1 aufgeführten Bemerkungen zum verzögerten Entbluten oder Ausnehmen nicht.

Die neue Regelung für Berufsfischer ist irgendwie verständlich, da pragmatisch. Die Ungleichbehandlung der Hobby-Fischer schon etwas fragwürdig. Sich lange darüber aufregen und zu schimpfen bringt aber wohl wenig. Besser, wir Hobby-Fischer machen unsere Sache gut, gehen vorbildlich mit der Natur und den Tieren, sprich Kreaturen, um und hab so noch lange Freude an diesem schönen Hobby und der Pflege der Natur.

Zeit ist nur ein Bach, in dem ich angeln gehe – Henry David Thoreau (1854)

Montag, Dezember 21st, 2009

Henry David Thoreau war scheinbar ein lustiger Zeitgenosse, und lebte von 1837-1861. Er hatte keine Zeit zum Arbeiten. Er hatte Wichtigeres zu tun. Er benötigte all seine Zeit, um intensiv zu leben… Sein sympathischstes Zitat: «Zeit ist nur ein Bach, in dem ich angeln gehe.». Wir wahr ;-)

Felchen-Laichfischfang am Zürichsee

Sonntag, Dezember 20th, 2009

Schöner Artikel im Tagi mit Blick hinter die Kulissen über den Laichfischfang der Felchen am Zürichsee. Morgens um sieben geht es den Fischen an den Laich.

Podiumsdiskussion: Wie sinnvoll ist der Fischbesatz in Fliessgewässern mit Bachforellen?

Montag, Dezember 14th, 2009

Die IG “Dä neu Fischer” lädt zur Podiumsdiskussion. Thema: «Fischbesatz in Fliessgewässern mit Bachforellen- Sinn oder Unsinn?»

Samstag, 9. Januar 2010
Schützenhalle
Dorfstr. 65, 8800 Thalwil/ZH
14.00-16.00 Uhr

Dabei werden Fragen diskutiert wie:

  • Macht der Besatz überhaupt Sinn?
  • Wie sieht es mit den genetischen Eigenheiten aus?
  • Ist die Fokussierung ausschliesslich auf die Bachforelle ökologisch?
  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen Fischbesatz und der Zunahme der Prädatoren?
  • Wie steht es um die Erhaltung der einheimischen Kleinfisch-, Krebs und Grossmuschelarten?
  • Werden die Gelder sinnvoll eingesetzt?

Gesprächsleitung:

Martin Steinegger
Zürichseezeitung

Es diskutieren:

Josef Muggli
Fischerei- und Jagdverwalter Kanton Luzern

Andreas Hertig
Fischerei- und Jagdverwaltung Kanton Zürich

Jean-Martin Fierz
FIBER/Eawag

Andreas Knutti
WWF Schweiz

Verena Keller
Schweizerische Vogelwarte Sempach

und

Rolf Schatz
IG «Dä Neu Fischer»

Freiwilliger Unkostenbeitrag von SFr. 5.00 p.P. / grosser Parkplatz bei der Schützenhalle.

Facebook Gruppe beitreten: STOPP dem Kleinwasser-Kraftwerk-Boom

Dienstag, Dezember 1st, 2009

stoppkleinkraftwasserwerke

«Unter dem Vorwand «grüner Strom» sind in der Schweiz über 600 neue Kleinwasserkraftwerke geplant. Für die Energieversorgung sind sie unbedeutend, für unsere letzten intakten Bäche und seine Bewohner aber tödlich.» Es macht absolut keinen Sinn, die letzten Natur-Paradiese zu verschandeln. Altenative und umweltfreundliche Energiequellen gibt es in der Schweiz genug: Sonnenenergie (man kann sie auch in der Schweiz sinnvoll nutzen, oder dann investieren die Strom-Barone besser in Anlagen z.B. in Spanien), Holzenergie, Energie von Bio-Kraftwerken, etc., etc.).

Auf Facebook gibt es drum jetzt eine Protest-Gruppe mit dem Namen «Stopp dem Kleinwasser-Kraftwerk-Boom». Jeder vernünftige Fischer und Natürschützer sollte daher als Zeichen des Protests dieser Gruppe beitreten!

Am besten gleich jetzt! Hier beitreten.